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Hirnmetastasen beim Bronchialkarzinom: Vergleich der zerebralen MRT mit dem 18F-FDG-PET/CT beim initialen Staging für die Diagnose

Zeitschrift: Nuklearmedizin
ISSN: 0029-5566
DOI: http://dx.doi.org/10.3413/Nukmed-0338-10-07
Ausgabe: 2011 (Vol. 50): Heft 3 2011 (93-140)
Seiten: 101-106

Hirnmetastasen beim Bronchialkarzinom: Vergleich der zerebralen MRT mit dem 18F-FDG-PET/CT beim initialen Staging für die Diagnose

S. Krüger (1, 2), F. M. Mottaghy (3, 4), A. K. Buck (3, 5), S. Maschke (1), H. Kley (1), D. Frechen (2), T. Wibmer (1), S. N. Reske (3), S. Pauls (6)

(1) Medical Clinic II, University Hospital, Ulm, Germany; (2) Medical Clinic I, University Hospital RWTH, Aachen, Germany; (3) Department of Nuclear Medicine, University Hospital, Ulm, Germany; (4) Department of Nuclear Medicine, University Hospital RWTH, Aachen, Germany; (5) Department of Nuclear Medicine, Klinikum Rechts der Isar, University Hospital Technical University, Munich, Germany; (6) Department of Diagnostic and Interventional Radiology, University Hospital, Ulm, Germany

Stichworte

PET/CT, Hirnmetastasen, MRI, Lungenkrebs

Zusammenfassung

Das FDG-PET/CT wird zunehmend beim Staging des Bronchialkarzinoms als eine One-stop-shop-Methode verwendet. Ziel, Patienten, Methoden: Wir untersuchten prospektiv 104 neurologisch asymptomatische Patienten (65 Jahre, 26% w) mit der primären Diagnose eines Bronchialkarzinoms. Bei allen Patienten wurde ein PET/CT inklusive einer zerebralen Bildgebung und ein zerebrales MRT durchgeführt. Ergebnisse: Die Diagnose von Hirnmetastasen erfolgte mittels PET/CT bei 8 (7,7%) und mittels MRT bei 22 (21,2%) Patienten. Bei 80 Patienten zeigten sich weder im PET/CT noch im MRT Hirnmetastasen (HM). Bei 6 Patienten (5,8%) waren die HM sowohl im PET/CT als auch im MRT erkennbar. Die exklusive Diagnose von HM durch MRT mit einem negativen Befund im PET/CT fand sich bei 16 Patienten (15,4%). 2 Patienten (1,9%) hatten eine für HM typischen Befund im PET/CT, waren aber im MRT negativ. Mit dem MRT wurden insgesamt 100 HM diagnostiziert, mit dem PET/CT nur 17 HM (p < 0,01). Für die Diagnose von HM zeigte die PET/CT eine Sensitivität von of 27,3%, Spezifität von 97,6%, positiven prädiktiven Wert von 75% und einen negativen prädiktiven Wert von 83,3%. Der HM Durchmesser im PET/CT und MRT waren vergleichbar bei 43%, bei 57% waren die HM größer im MRT. Diskussion: Verglichen mit dem Goldstandard MRT zum zerebralen Staging wird eine bedeutende Anzahl von Patienten durch das PET/CT fälschlich als frei von HM diagnostiziert. Das MRT ist genauer als das PET/CT für die Diagnose multipler und kleiner HM. Schlussfolgerungen: Bei Bronchialkarzinom-Patienten mit kurativer Option sollte das MRT zusätzlich zum PET/CT durchgeführt werden zum definitiven Ausschluss von Hirnmetastasen.

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