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Archiv (2016–2005)

211At-AntiCD33 in NMRI-nu/nu-Mäusen – Biodistribution, In-vivo-Stabilität und Radiotoxizität

Zeitschrift: Nuklearmedizin
ISSN: 0029-5566
DOI: http://dx.doi.org/10.3413/nukmed-0385-11-02
Ausgabe: 2011 (Vol. 50): Heft 5 2011 (175–220)
Seiten: 214-220

211At-AntiCD33 in NMRI-nu/nu-Mäusen – Biodistribution, In-vivo-Stabilität und Radiotoxizität

A. Walte (1), S. Sriyapureddy (1), D. Krull (1), T. Petrich (1), G.-J. Meyer (1), W. H. Knapp (1)

(1) Klinik für Nuklearmedizin, Medizinische Hochschule Hannover, Germany

Stichworte

Leukämie, Astat, Radioimmunotherapie, CD33-Antigen, tierexperimentelles Modell

Zusammenfassung

Ziel der Studie war es, die in vivo Stabilität und die Biodistribution eines 211At-markierten Anti-CD33-Antikörpers (211At-AntiCD33) zu untersuchen und dessen unspezifische Radiotoxizität hinsichtlich des Einsatzes in der Leukämietherapie anhand eines Mausmodells abzuschätzen. Tiere, Methoden: 211At wurde über die 209Bi(a,2n)211At-Reaktion am Zyklotron erzeugt und als Succinimidyl-3-211At-benzoat an den Antikörper gebunden. Die Biodistribution und die In-vivo-Stabilität im Serum wurden nach intravenöser Injektion an NMRI-nu/nu-Mäusen evaluiert. Für die Experimente zur Radiotoxizität wurde den Mäusen dreimal 315–650 kBq 211At-Anti-CD33 bzw. unmarkierter Antikörper oder NaCl-Lösung verabreicht. Ergebnisse: 211At-Anti-CD33 zeigte eine charakteristische Bioverteilung mit einer unspezifischen Retention des Antikörpers im retikuloendothelialen System. Der größte Anteil der Radioaktivität verblieb im Blut und in blutreichen Geweben, eine schwächere Anreicherung wurde in Schilddrüse und Magen beobachtet. Nach 21 h betrug der Anteil an intakten 211At-Anti-CD33 >85% der Serumaktivität. Zwischen den Behandlungsgruppen war histopathologisch, in der Überlebenszeit und im Blutbild über sechs Monate kein Unterschied in der unspezifischen Toxizität des 211At-Anti-CD33 zu erkennen. Schlussfolgerung: Die Synthesemethode führt zu einem in vivo ausreichend stabilen Produkt. Die Biodistribution mit schneller renaler Ausscheidung ist für eine therapeutische Anwendung geeignet. Eine für therapeutische Zwecke angemessene Dosierung führte zu keinen signifikanten radiotoxischen Organschäden im Mausmodell. Weitere Untersuchungen zur Verbesserung der scheinbaren spezifischen Aktivität und zur Wirksamkeit sind nötig, bevor eine klinische Studie (Phase I) an Leukämie-Patienten geplant werden kann.

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