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Archiv (2017–2007)

Eliminationsrate Radioiod-positiver Lymphknotenmetastasen bei differenzierten Schilddrüsenkarzinomen nach postoperativer Radioiod-Ablation

Zeitschrift: Nuklearmedizin
ISSN: 0029-5566
DOI: https://doi.org/10.3413/Nukmed-0794-16-01
Ausgabe: 2016 (Vol. 55): Heft 6 2016 (210-249)
Seiten: 221-227
Ahead of Print: 2016-09-02

Eliminationsrate Radioiod-positiver Lymphknotenmetastasen bei differenzierten Schilddrüsenkarzinomen nach postoperativer Radioiod-Ablation

Eine bizentrische Studie

H. Ilhan (1), M. Mustafa (1, 2), P. Bartenstein (1), T. Kuwert (3), D. Schmidt (3)

(1) Clinic of Nuclear Medicine, University of Munich, Germany; (2) Clinic of Nuclear Medicine, Technical University of Munich, Germany; (3) Clinic of Nuclear Medicine, University of Erlangen-Nürnberg, Germany

Stichworte

differenziertes Schilddrüsenkarzinom, Radioiod, Restgewebe-Ablation, Lymphknoten-Metastasierung, Beseitigung

Zusammenfassung

Nach Ablation des post-operativen Schilddrüsengewebes mit Radioiod (RA) dient die SPECT/CT bei Patienten mit differenzierten Schilddrüsenkarzinomen (DSDK) zur Identifikation Radioiod-positiver, zervikaler Lymphknotenmetastasen (LKM). Bisherige Ergebnisse zeigen, dass die meisten LKM im Rahmen der RA erfolgreich therapiert werden. Ziel der Studie war eine Bestätigung dieser Ergebnisse in einer bizentrischen Analyse und Evaluation der Lymphknotengröße als Prädiktor für den Therapieerfolg. Patienten und Methoden: Seit 01/2007 bzw. 05/2008 wird die SPECT/spiral-CT in zwei Universitätskliniken routinemäßig eingesetzt. Bis 12/2012 in der SPECT/CT identifizierte, Radioiod-positive LKM wurden im Rahmen der Nachsorge mittels 131I Aufnahmen und Serum-Thyreoglobulinwerten (Tg) kontrolliert. Durch Receiver-Operating-Characteristic(ROC)-Analysen wurden das LKM-Volumen und der Kurzachsendurchmesser als Prädiktoren für eine erfolgreiche Therapie evaluiert. Ergebnisse: 79 Patienten mit 97 Radioiod-positiven LKM wurden eingeschlossen. 8 Patienten mit insgesamt 13 LKM wurden bei zusätzlichen, Radioiod-negativen Metastasen operiert. 74 der übrigen 84 LKM (88%) wurden erfolgreich therapiert, wie sich in 131I-Aufnahmen in der Nachsorge zeigte. 10 LKM blieben weiterhin nachweisbar. 67 von 70 LKM mit einem Volumen kleiner als 0,9 ml wurden erfolgreich therapiert, wohingegen nur 6 von 14 LKM mit einem Volumen größer als 0,9 ml erfolgreich therapiert wurden. Die Sensitivität und Spezifität sowie der positive und negative prädiktive Wert zur Prädiktion des Therapieerfolges unter Verwendung dieses Cut-off-Wertes lagen bei 92% und 73% bzw. 96% und 57%. Die Ergebnisse des Kurzachsendurchmessers mit einem Cut-off-Wert von kleiner 1,0 cm ergaben 90%, 69%, 94% und 56%. Schlussfolgerung: Durch die RA wird die Mehrzahl von 131I-positiven LKM erfolgreich therapiert. In dieser Studie wurden 88% von Radioiod-positiven Lymphknoten bei Patienten mit DSDK im Rahmen der RA erfolgreich therapiert. Das LKM-Volumen und der Kurzachsendurchmesser stellen verlässliche Prädiktoren des Therapieerfolges dar.

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