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Archiv (2017–2007)

Myokard-Perfusions-Szintigraphie 2015 in Deutschland

Zeitschrift: Nuklearmedizin
ISSN: 0029-5566
DOI: https://doi.org/10.3413/Nukmed-0858-16-10
Ausgabe: 2017 (Vol. 56): Heft 1 2017 (1-54)
Seiten: 31-38
Ahead of Print: 2016-12-02

Myokard-Perfusions-Szintigraphie 2015 in Deutschland

Ergebnisse der 7. Erhebung

O. Lindner (1), W. Burchert (1), W. Schäfer (2), M. Hacker (3)

(1) Institut für Radiologie, Nuklearmedizin und Molekulare Bildgebung, Herz- und Diabeteszentrum NRW, Bad Oeynhausen, Deutschland; (2) Klinik für Nuklearmedizin, Kliniken Maria Hilf, Mönchengladbach, Deutschland; (3) Universitätsklinik für Radiologie und Nuklearmedizin, Medizinische Universität Wien

Stichworte

Leistungsbericht, Leistungsstatistik, Zahlenangaben, Myokardszintigrafie

Zusammenfassung

Ziel: Die Arbeitsgemeinschaft „Kardiovaskuläre Nuklearmedizin“ der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin berichtet über die 7. Erhebung zur Myokard-Perfusions-SPECT (MPS) in Deutschland im Jahr 2015. Methoden: Es wurden 268 Fragebögen (173 Praxen [PR], 67 Krankenhäuser [KH], 28 Universitätskliniken [UK]) ausgewertet. Die Daten der letzten Umfrage stehen in eckigen Klammern. Ergebnisse: Mit der Umfrage wurden MPS von 121 939 [105 941] Patienten erfasst. 98 % [95 %] der MPS wurden mit Tc-99m Perfusionsradiopharmaka durchgeführt, 2 % [5 %] mit Tl-201. 78 % [79 %] der MPS wurden in PR, 14 % [15 %] in KH und 8 % [6 %] in UK erbracht. Die Belastung erfolgte zu 43 % [39 %] pharmakologisch (22 % [24 %] mit Adenosin, 20 % [9 %]mit Regadenoson, 1 % [6 %] Dipyridamol oder Dobutamin). Eine Schwächungskorrektur wurde in 25 % [2009: 10 %] der MPS durchgeführt. 78 % [70 %] der Ruhe-, 80 % [73 %] der Belastungs- sowie 76 % [67 %] der Ruhe- und der Belastungsaufnahmen wurden als „gated SPECT“ aufgenommen. 53 % [33 %] der Teilnehmer verwendeten standardmäßig Perfusionsscores bei der Befundung, 24 % [41 %] erhoben den Befund ohne Scores. 31 % [26 %] der Teilnehmer verzeichneten eine Zunahme ihrer Untersuchungszahlen, 29 % [29 %] keine Änderungen. 89 Einrichtungen nahmen an allen 7 Erhebungen teil. Bei diesen ergab sich eine Zunahme der Untersuchungszahlen um 11,1 % (PP: 12,2 %, KH: 4,8 %, UK: 18,4 %). Die größte Zuweisergruppe waren Kardiologen (70 % [60 %] der MPS). Schlussfolgerung: Anhand der aktuellen Erhebung zur MPS in Deutschland zeigt sich eine gute Leitlinienkonformität bei der Untersuchung. Der sich schon 2012 abzeichnende positive Trend bei den MPS-Qualitätsparametern und den Untersuchungszahlen hält an. Nachbesserungsbedarf besteht weiterhin bei der quantitativen Auswertung mit Perfusionsscores.

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