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Archiv (2017–2007)

Der diagnostische Nutzen des 68Ga-PSMA-PET vor einer 223Ra-Dichlorid-Therapie bei Patienten mit metastasiertem Prostatakarzinom

Zeitschrift: Nuklearmedizin
ISSN: 0029-5566
DOI: https://doi.org/10.3413/Nukmed-0846-16-09
Ausgabe: 2017 (Vol. 56): Heft 1 2017 (1-54)
Seiten: 14-22
Ahead of Print: 2017-01-11

Der diagnostische Nutzen des 68Ga-PSMA-PET vor einer 223Ra-Dichlorid-Therapie bei Patienten mit metastasiertem Prostatakarzinom

A. Bräuer (1), K. Rahbar (1), J. Konnert (1), M. Bögemann (2), L. Stegger (1)

(1) Department of Nuclear Medicine, University Hospital Münster, Münster, Germany; (2) Department of Urology, University Hospital Münster, Münster, Germany

Stichworte

Prostatakarzinom, Knochenmetastasen, Skelettszintigraphie, 68Ga-PSMA-PET, 223Ra-Dichlorid, Xofigo®

Zusammenfassung

Ziel: Die Bildgebung spielt eine wichtige Rolle für die Auswahl derjenigen Patienten mit einem metastasierten, kastrastionsrefraktärem Prostatakarzinom, die sich für eine 223Ra-Dichlorid-Therapie von Knochenmetastasen eignen. Das Ziel dieser Studie war zu untersuchen, ob eine zusätzliche 68Ga-PSMA-PET einen inkrementellen Nutzen gegenüber der konventionellen Bildgebung für die Auswahl geeigneter Patienten für diese Therapie aufweist.Methoden: Bei 27 konsekutiv für eine 223Ra-Dichlorid-Therapie vorgestellten Patienten wurde eine zusätzliche 68Ga-PSMA-PET/CT durchgeführt. Die Tracerverteilung wurde systematisch ausgewertet in Hinblick auf die Detektion von viszeralen Metastasen und auf ossäre Metastasen ohne adäquate Speicherung in der Skelettszintigraphie. Ergebnisse: Zusätzliche viszerale Metastasen wurden bei 4 Patienten (15%) mittels 68Ga-PSMA-PET detektiert (3 Leber, 1 Nebenniere), wobei das therapeutische Vorgehen bei 2 der 4 Patienten geändert wurde. Mit der PET wurde eine ausgedehntere Knochenmetastasierung im Vergleich zur Skelettszintigraphie bei 9 Patienten (33%) nachgewiesen. Bei dreien dieser Patienten war der „Mismatch“ ausgedehnt genug, um die Durchführung der 223Ra-Dichlorid-Therapie in Frage zu stellen. Schlussfolgerung: Die zusätzliche 68Ga-PSMA-PET als Torwächter zwischen konventioneller Bildgebung und der 223Ra-Dichlorid-Therapie kann wichtige zusätzliche Informationen liefern über das Vorliegen von viszeralen Metastasen und von Tumormanifestationen ohne adäquaten Knochenstoffwechsel. Dieses kann bei einer signifikanten Zahl von Patienten zu einer Änderung des therapeutischen Managements führen und sollte für zukünftige klinische Studien berücksichtigt werden.

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