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Archiv (2017–2007)

18F-FLT- und 18F-FDG- Uptake korrellieren mit dem Überleben bei Kopf-Hals-Tumoren

Zeitschrift: Nuklearmedizin
ISSN: 0029-5566
DOI: https://doi.org/10.3413/nukmed-0092
Ausgabe: 2008 (Vol. 47): Heft 2 2008 (65-85)
Seiten: 80-85

18F-FLT- und 18F-FDG- Uptake korrellieren mit dem Überleben bei Kopf-Hals-Tumoren

A. Linecker 1, C. Kermer 1, I. Sulzbacher 3, P. Angelberger 4, K. Kletter 2, R. Dudczak 2, R. Ewers 1, A. Becherer2,5
Departments of 1Craniomaxillofacial Surgery, 2 Nuclear Medicine, 3 Pathology, University of Vienna, 4 ARC Seibersdorf Research GmbH, Seibersdorf, 5 Department of Nuclear Medicine, LKH Feldkirch, Austria

Stichworte

PET, Prognose, Kopf-Hals-Tumore, Überlebenszeit, Fluorthymidin, Fluordesoxyglukose

Zusammenfassung

Ziel dieser Arbeit war die Frage zu klären, ob bei Kopf- Hals-Tumoren der Einsatz von 18F-FLT gegenüber 18F-FDG eine signifikante Mehrinformation liefert. Zusätzlich sollte gezeigt werden, ob mögliche Korrelationen zwischen der tumoralen FLT-Aufnahme, der Ki-67-Wachstumsfraktion oder der Überlebenszeit bestehen. Patienten, Methoden: 20 Patienten mit unbehandelten Läsionen des Kopf-Hals- Bereiches, welche klinisch hochsuspekt als maligner Tumor imponierten, wurden mit 18F-FLT und 18F-FDG untersucht. Die tumorale Traceraufnahme wurde bestimmt mittels Körpergewicht- normiertem SUV (standardized uptake value) und in Relation zur kontralateralen Region gesetzt (Tumor/ Nichttumor-Ratio, T/N). Innerhalb der ersten zwei Wochen nach dem ersten Ambulanzbesuch wurden beide PET-Untersuchungen, ein CT des Gesichtsschädels sowie eine Biopsie durchgeführt. Die Ergebnisse der18F-FDG und 18F-FLT PET-Untersuchung wurden mit histopathologischen und immunhistochemischen Ergebnissen verglichen. Ergebnisse: 19 Patienten hatten einen malignen Tumor, ein Patient hatte ein Zystadenolymphom der Parotis (Warthin-Tumor). Eine negative Läsion war in beiden PET-Untersuchungen ein malignes Plattenepithelkarzinom T1-stadium, der Warthin-Tumor war falsch positiv in der 18F-FDGUntersuchung, hatte aber nur eine minimale Speicherung mit 18F-FLT-PET gezeigt. Daraus resultierte eine Sensitivität von 95% für beide Tracer. Die maximalen SUVs von 18F-FLT reichten von 1,53 bis 11,70 (MW ± SD 5,81 ± 2,28), die von FDG 2,63 bis 16,50 (MW ± SD 8,91 ± 3,58), p < 0,001. 18F-FLT-T/N reichte von 0,94 bis 5,85 (MW ± SD, 3,18 ± 1,21), 18F-FDG-T/N reichte von 0,92 bis 7,50 (mean ± SD 3,6 ± 1.74), n.s. Die mittlere Überlebenszeit betrug 18 Monate bei einem Beobachtungszeitraum von maximal 36 Monaten. Eine signifikante Korrelation zwischen beiden Tracern und der Überlebenszeit wurde festgestellt, aber keine Korrelation zwischen der Anzahl der Ki-67-positiven Zellen und FLT. Schlussfolgerung: Bei Kopf-Hals-Tumoren lieferte18F-FLT keine zusätzliche Information im Vergleich zu 18F-FDG. Die SUVs beider Tracer zeigten eine schwache, aber signifikante inverse Korrelation mit der Überlebenszeit.

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